Die Grundlage einer artgerechten BARF-Ernährung orientiert sich am Aufbau eines Beutetiers und teilt sich in einen tierischen Anteil von 80–90 % und einen pflanzlichen Anteil von 10–20 % auf. Die tägliche Gesamtfuttermenge für einen ausgewachsenen Hund liegt dabei in der Regel zwischen 2 % und 3 % des Körpergewichts.
Innerhalb der tierischen Komponenten entfällt die Hälfte (50 %) auf Muskelfleisch, das als Hauptenergielieferant dient. Ergänzt wird dies durch 20 % Pansen oder Blättermagen. Pansen wird gern gefressen und ist günstig, ein zusätzlicher Nährstoffnutzen durch Pansenbakterien ist aber nicht belegt. Die restlichen 30 % teilen sich gleichmäßig in Innereien (als Vitamin- und Nährstoffquelle) sowie rohe fleischige Knochen (zur Calciumversorgung) auf.
Der pflanzliche Anteil setzt sich wiederum zu 75 % aus Gemüse und zu 25 % aus Obst zusammen. Da Hunde pflanzliche Zellwände nicht selbst aufspalten können, sollten diese Bestandteile für eine optimale Verwertung stets püriert oder leicht gedünstet gefüttert werden.
An der Spitze der Pyramide stehen essenzielle Zusätze, die das Nährstoffprofil abrunden. Unverzichtbar ist die regelmäßige Gabe von hochwertigen Ölen (insbesondere Omega-3-Öle wie Lachsöl) sowie Seealgenmehl zur Jodversorgung. Je nach Bedarf können weitere Ergänzungen wie Dorschleberöl oder Eier den Futterplan vervollständigen.
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